Was ist eigentlich Sheesham?

Sheesham ist ein Plantagenholz aus der Palisanderfamilie (Edelholz). Diese war ursprünglich in Nordindien beheimatet. Heutzutage ist es dort jedoch nur sehr selten aufzufinden. Die originalen Sheeshambäume werden in der heutigen Zeit vor allem in Pakistan kultiviert und auf Plantagen zur Holzgewinnung gezüchtet. Die ersten Pantagen lagen ursprünglich in Punjab, der Region zwischen Indien und Pakistan.

Wie auf der Karte zu sehen ist liegt Punjab im Norden Indiens und zählt zu dem größten Bewässerungsgebiet der Erde. Heutzutage liegt aufgrund der steigenden Nachfrage für den Export ein Großteil der Plantagen in Pakistan.




Weitere Bezeichnungen für Sheesham?

Die indische Bezeichnung für Sheesham Holz lautet Sissoo oder Thali. Im Deutschen wird Sheeshamholz auch indisches Rosenholz genannt.

Der Sheesham Baum?

Der Sheesham Baum (Dalbergia sissoo) ist ein Schmetterlingsblütler und gehört zu der Familie der Hülsenfrüchtler. Er ist ein mittelgroßer bis großer laubabwerfender Baum mit lichter Krone und erreicht eine Höhe bis zu 30 m und einen Durchmesser von 1,5 - 3 m. Der Sheesham Baum kann auf so gut wie jedem Untergrund (auch auf salzigen Böden) wachsen.

In freier Natur wächst der Sheesham Baum vor allem an Flussufern die sich unter 900 Meter befinden. Er kann aber auch in Höhen von bis zu 1300 Meter über Meeresspiegel wachsen.

Des Weiteren vertägt er Jahresniederschläge von bis zu 2.000 mm sowie Trockenheit als auch minimalen Frost. Wegen seiner hohen relativen Dichte ist Sheesham sehr langlebig und beständig gegen Schädlinge wie Termiten. Diese Robustheit ist ein besonderes Merkmal des Sheesham Holzes und macht die daraus gefertigten Möbelstücke resistent gegen Kratzer.

Wird für Sheeshamholz Möbel Regenwald abgeholzt?

Leider lässt sich diese Frage nicht so einfach beantworten. Wie schon unter dem Punkt "Was ist eigentlich Sheesham?" geschrieben, wird der Sheesham Baum in Plantagen angebaut. Die Sheeshamholzmöbelhersteller geben an, dass der Anbau und die Abholzung der Bäume in Indien, Pakistan, China uns Sri Lanka durch den Staat streng kontrolliert wird und für die Produktion kein Regenwald abgeholzt werde.

Welche besonderen Eigenschaften hat Sheesham Holz?

  • Auffallendes Edelholz (Ausdrucksvolle, marmorierte Farbgebung)
  • Extrem Robust (Resistent gegen Kratzer)
  • Sehr langlebig (Witterungs- und schädlingsbeständig)
  • Guter Preis (Durch das sehr schnelle Wachstum)

Wo wird Sheesham Holz überall verwendet?

Das zur Gattung der Harthölzer gehörende gewinnt vor allem aufgrund seiner Eigenschaften immer mehr an Popularität.

  • Möbelindustrie
  • Furnierherstellung
  • Schnitzereien
  • Kunsthandwerk
  • Tabakpfeifen
  • Musikinstrumentenbau (Sitar)
  • Sperrholz
  • Schmuck
  • Schmuckschattullen
  • Bootsbau
  • Bodenbeläge & Bodenbau

Desweiteren wird der Sheesham Baum in seinen Herkunftsländern wegen seines Wuchses als Schattenspender an Feld- uns Straßenrändern gepflanzt. Auch in den Regionen Pakistans, die im Winter empfindlich kühl werden können hat sich das Sheesham Holz wegen seinen guten Heizeigenschaften als wichtiger Brennstoff erwiesen.

Kolonialstil

Wo liegt der Ursprung des Begriffes Kolonialsstil?

Seinen Ursprung hat der als Kolonialstil bezeichnete Einrichtungsstil gegen Ende des 15. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit bagann die Kolonialisierung durch europäische Seemächte. In der Architektur bezeichnet der Kolonialstil den historischen Baustil der Europäer in den ehemaligen Kolonien in Nordamerika und Asien.

Der Kolonialstil vereint Einflüsse aus den Kulturen Afrikas, Lateinamerikas und Asiens und verbindet Diese mit traditionellen Stilelementen. Repräsentative Kaminzimmer, symmetrische Bauweise sowie große Säulenportale sind typisch für der Kolonialstil. Sogar heute noch sind in Indien, USA und Lateinamerika Bauten reicher Händler und Farmer aus der Kolonialzeit zu finden.

Was hat es mit dem Begriff Kolonialmöbel auf sich?

Der Kolonialstil ist in der Möbelwelt sehr eng mit der Kolonialgeschichte verbunden. Die exotischen Stoffe und Edelhölzer vermischten sich mit europäischen Designs und Formen. Typischerweise faszinieren Kolonialmöbel mit einer typischen dunklen Note. Das heißt die Massivhölzer sind entsprechend gebeizt, geölt oder lackiert. Oftmals erinnert die Innenausstattung oder -einrichtung an ein klassisches Bar Ambiente, an opulente Herrenzimmer und an stilvolle Lounges.

Kolonialstilmöbel sind meist repräsentativ und groß und benötigen aus diesem Grund viel Platz um wirken zu können. Desweiteren findet man im Kolonialstil den Duft der großen weiten Welt wie auch die rauchige Note von Tabak, Kaffee und Whisky. Für einen echten Klassiker sind diese Eigenschaften und Merkmale noch heute charakteristisch für diesen Einrichtungsstil.

Welche Holzarten gehören zu dem Kolonialstil?

  • Akazie
  • Mahagoni
  • Sheesham
  • Teak
  • Mango

Der Kolonialstil setzt auf natürliche Materalien. Der Look wird von Edelhölzern wie Akazie, Mahagoni oder Teak bestimmt. Es kommen aber auch andere tropische Hölzer wie Mango und Palisander zum Einsatz. Das Holz wird häufig dunkel gebeizt. Der exotische Flair des Kolonialstils wird durch Materialien wie Seide und Bambus aus Asien, Baumwolle aus Indien, Sisal aus Lateinamerika oder Kokosfasern aus Indonesian ergänzt.